TCM Anwendungen in meiner Praxis
In meiner Praxis behandle ich Sie je nach Diagnose mit Akupunktur, Moxibustion, Gua Sha und Schröpfen. Daneben berate ich Sie gerne zu Ihren Ernährungsgewohnheiten und leite zu Qi Gong Übungen an.
Akupunktur
Bei der Akupunktur werden feine Nadeln an verschiedenen Stellen des Körpers gesetzt. Die Akupunkturpunkte hierfür wähle ich immer individuell auf Grundlage Ihrer chinesischen Diagnose aus, die ich aus unserem Gespräch, einer Zungendiagnose, einer Pulsdiagnose und einer Bauchdiagnose erstelle und bei jedem Termin überprüfe.
Meist setze ich 3-15 feine Nadeln während Sie entspannt auf einer beheizbaren Behandlungsliege liegen. Ich akupunktiere sehr sanft. Anschließend dürfen Sie mit den Nadeln in der Haut für ca. 15-30 Minuten entspannen. Die Nadeln werden währenddessen meist nicht mehr wahrgenommen. Während der gesamten Behandlung bin ich im Raum und fühle immer wieder Ihren Puls. Eventuell ergänze ich meine Behandlung mit weiteren Nadeln oder mit Moxibustion.
Basis der Akupunktur ist die Annahme, dass der Körper von „Energiebahnen“ durchzogen ist: Beispielsweise beginnt die Magenleitbahn am Auge und läuft bis zum Fuß hinunter. Darum werden verschiedene Krankheitsbilder wie Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen und Zahnfleischbluten über Akupunkturpunkte am Knie und Fuß akupunktiert.
Moxibustion
Bei der Moxibustion werden bestimmte Akupunkturpunkte und Körperregionen mittels einer Mischung aus getrocknetem chinesischen Beifuß (Artemisia princeps) erwärmt.
Der Name Moxibustion setzt sich aus dem japanischen Wort ‚mogusa‘ 艾 (getrocknete und fein geriebene Fasern von Beifuß-Blättern) und dem lateinischen Wort ‚combustio‘ (Verbrennen) zusammen.
Die Moxibustion hat in China und Japan eine große Bedeutung und wird in China häufig als gleichrangig mit der Akupunktur angesehen. Manche Therapeuten behandeln dort sogar ausschließlich mittels Moxibustion.
Die Anwendungen sind dabei vielfältig und werden je nach TCM-Diagnose gewählt.
In meiner Praxis arbeite ich sehr gerne mit Moxa-Kegeln, insbesondere wenn ich „Leere-Zustände“ behandele oder die Patientin „tonisieren“ möchte. Daneben wende ich auch Reiskorn-Moxa (Okyu) und Moxa-Zigarren an. Sowohl bei der Okyu-Methode als auch bei der Moxa-Zigarre wird am Akupunktur-Punkt gewärmt, allerdings unterscheiden sich die Indikationen.
Gua Sha
Gua Sha ist eine jahrtausende alte Schabetechnik der Haut. Sehr gerne wird Gua Sha bei Nacken- und Rückenverspannungen sowie Kopfschmerzen angewendet. Dabei können sowohl Muskeln als auch Leitbahnen gezielt behandelt werden. Auch zur Verbesserung der Hautstruktur im Gesicht wird Gua Sha angewendet.
Zu Beginn wird die Haut eingeölt, dann wird die Haut mit einer bestimmten Schabetechnik stimuliert. Die Haut rötet sich, was gewünscht ist. Dabei entstehen aber keine Verletzungen und die Haut bleibt intakt. Die Rötung der Haut vergeht nach wenigen Tagen.
Durch die verbesserte Durchblutung werden der Stoffwechsel und die Selbstheilungskräfte des Körpers behandelt. Chinesisch gesehen werden „Qi und Blut bewegt“. In China gehört Gua Sha zur Volksmedizin, die über viele Generationen weitergegeben wurde.
Schröpfen
Das Schröpfen ist neben Gua Sha ein weiteres Ausleitungsverfahren der TCM. Dabei werden Schröpfgläser auf bestimmte Akupunktur Punkte aufgesetzt. Anschließend wird ein Vakuum erzeugt. Schröpfen fördert die Durchblutung des Bindegewebes und regt den Stoffwechsel in der Hautregion an. Chinesisch gesehen werden „Qi und Blut bewegt“.
TDP-Lampe
Die TDP Lampe, auch als ‘chinesische Heillampe’ bekannt, ist eine spezielle Infrarot-Lampe, deren Licht durch eine Mineralienplatte mit 33 Mineralien und Spurenelementen gelangt bevor es die Haut erreicht. Damit dringt die spezielle Infrarotstrahlung besonders gut ins subkutane Gewebe ein.
Die TDP Lampe setze ich in meiner Praxis sehr gerne begleitend ein. Viele Patientinnen lieben die besonders tiefe Wärme der TDP Lampe.
Ernährung
In der TCM ist eine gesunde Ernährung die Basis von guter Gesundheut. Dabei wird besonders darauf geachtet saisonale, regionale und unverarbeitete Lebensmittel zu essen.
So gilt die bei uns so beliebte Banane beispielsweise als ungünstiges Nahrungsmittel für Menschen, die im kalten Norden wohnen. Bananen wachsen in warmen Ländern und wirken ihrer Thermik nach „kühlend“ – was den Menschen in den Tropen gut tut, uns aber meist nicht.
Andererseits wirken scharfe Gewürze „wärmend/erhitzend“, weswegen Menschen mit viel „Hitze“ - beispielweise bei Sodbrennen - diese oft selbst vermeiden.
Und in besonderen Phasen des Lebens wird auch entsprechend gegessen – zum Beispiel in der Kinderwunschzeit und in der Schwangerschaft. Gemäß der TCM kann die Ernährung damit sehr spezifisch an das individuelle Krankheitsbild und die individuelle Situation angepasst werden.
Die Ernährung ist in der Chinesischen Medizin auch deshalb so wichtig, weil sie es Ihnen ermöglicht jeden Tag selbst etwas für Ihr Wohlbefinden zu tun und die Effekte der Behandlungen zu unterstützen.
Akupunktur auf dem Punkt Herz 7 (Shenmen)